Praxis für Klassische Chinesische Medizin Hattinger Straße 88
Dr. med. Ingolf Hosbach
Tuina
Chinesische
Manuelle Therapie und Massage
Im Laufe der Jahrhunderte haben
heilkundige Männer und Frauen herausgefunden, daß bei bestimmten
Beschwerden immer wieder bestimmte Punkte am Körper besonders
empfindlich sind und eine Manipulation (z.B. Reiben oder Drücken)
eine Linderung der Beschwerden bewirkte. Diese Punkte fanden sich
häufig perlschnurartig aufgereiht und ihre Charakteristika ähnelten
sich. Sie wurden zu Gruppen zusammengefaßt: die Geburtsstunde der
sogenannten Meridiane. Bei der zunächst rein äußerlichen
Behandlung dieser Meridiane handelt es sich vermutlich um die älteste
Therapie der Menschheit überhaupt und ihr Verbreitungsgebiet war
nicht auf China beschränkt: 5300 Jahre alte Tätowierungen des
Mannes vom Hauslabjoch („Ötzi“) weisen verblüffende
Übereinstimmungen mit noch heute verwendeten Akupunkturpunkten auf.
Die bei ihm in Form der Tattoos festgehaltene Zusammenstellung von
Punkten würde man noch heute bei den bei ihm in Röntgenbildern
nachgewiesenen Erkrankungen auswählen. Da „Ötzi“ zur
ausgehenden Jungsteinzeit lebte, ist davon auszugehen, daß er keine
Akupunkturnadeln besaß, sondern diese Punkte mit Massage behandelte.
Ob zu seiner Zeit ebenfalls in China so behandelt wurde, wissen wir
nicht. Fest steht aber, daß in dem vergleichsweise politisch
stabilen System der verschiedenen chinesischen Reiche und Dynastien
das Wissen um das Meridiansystem und seine Anwendung bei der Massage
erhalten geblieben ist und weiter entwickelt wurde. Ausgefeilte
Techniken kamen hinzu und ein eigenes Medizinsystem mit dem Namen
„Tuina“ entwickelte sich.
Tuina ist mehr als das Massieren von Akupunkturpunkten. Mehr als 20 verschiedene Techniken kommen an Bindegewebe, Muskeln, Gelenken, Knochen und eben an den Akupunkturpunkten zum Einsatz: Drücken, Ziehen, Schieben, Drehen, Vibrieren, Klopfen, Klatschen, Schaben (guasha), Durchbewegen u.v.a.m.. Die Hauptanwendungsgebiete liegen bei Schmerzerkrankungen vor allem des Bewegungsapparates, bei Kopfschmerzen, schmerzhafen sogenannten inneren Erkrankungen der Chinesischen Medizin und Kindererkrankungen.
Therapeutisches
Qigong
Auch wenn nahezu jede deutsche Volkshochschule Kurse in
Qigong anbietet, so ist hochentwickeltes Qigong noch immer so etwas
wie eine Geheimwissenschaft. Nur sehr zögerlich dringen die tieferen
Geheimnisse und Techniken über die chinesischen Grenzen. Es dauert
in der Regel viele Jahre bis jemand wahre Meisterschaft erreicht. Das
wenige, was wir wissen, kann jedoch v.a. in Form von
Konzentrationsübungen nutzbringend z.B. bei Tuinatherapien
eingesetzt werden. Entscheidend sind hierbei die individuellen
Beschwerden und Voraussetzungen.
Nähere Informationen zu den klassischen chinesischen Therapiemethoden erhalten Sie unter www.klassische-chinesische-medizin.de .
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